klavier

Presse

 

 

María Luisa López-Vito
Eine Auswahl von Kritiken 1970 - 2003

 

Kritiken, die das Leben jeden ausübenden Musikers in Zustimmung und Widerspruch begleiten, sind in sich zwiespältig, weder Stimme des Weltgeistes noch blosses Geräusch. Vor allem der Künstler, der seine Arbeit und Anstrengung zwei Tage später in der Presse behandelt findet, neigt nicht selten dazu, die Worte eines Journalisten, der im Konzert irgendwelche Erwartungen bestätigt oder widerlegt fand und solches dann den Lesern kommunizieren musste, wichtiger zu nehmen als jene in der Regel ganz zufälligen Urteile objektiv verdienen. Andererseits aber kann qualifizierte und loyale Kritik dem Künstler auch beistehen, ihm sogar weiterhelfen auf seinem Weg, für die ihm anvertrauten Kunstwerke eine höhere Stufe der Realisierung zu gewinnen. So können Komposition, Interpretation und Kritik, wenn alle für sich ernst genommen werden, ein dialektisches Ganzes bilden; erreichbar dürfte es nur in seltenen Ausnahmefällen sein.

Dass „dem Mimen die Nachwelt keine Kränze“ flicht – und Ähnliches gilt für den Pianisten –, ist seit Schiller ein Gemeinplatz und dennoch wahr. Abgesehen von dem rasch verklingenden Beifall am Abend, sind Kritiken und sogenannte Kritiken, die inzwischen freilich, wenn nicht immer schon, die Mehrzahl darstellen, nun einmal das einzige, was überhaupt von der Leistung eines ausübenden Künstlers wenigstens für eine gewisse Zeit aufbewahrt bleibt, und sei es nur in Archiven und Bibliotheken oder heute eben auch im Internet. Wer für diese, gewiss nicht wichtigste, gleichwohl nicht gleichgültige Seite im künstlerischen Leben von María Luisa López-Vito sich interessiert, der kann eine umfangreiche, freilich auch subjektive Auswahl auf dem

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nachlesen. Ausdrücklich sei darauf hingewiesen, daß es um eine kleine Auswahl sich handelt, die sich aus praktischen Gründen auf deutschsprachige Stimmen beschränkt. Auszüge aus fremdsprachigen Kritiken findet man in die Gruppe "Konzerte" eingereiht.

 

 

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